Eine Taubenzüchterfamilie

Rainer Schwarte ist für einen Taubenzüchter noch jung an Jahren, nämlich genau 38. Verheiratet ist er mit Gaby. Hauptperson der Familie ist allerdings Jennifer, ein 5-jähriger Wirbelwind, der mit großer Begeisterung und viel Tierliebe ständig bei den Jungtauben hockt. Als sie noch kleiner war, ist es passiert, dass sie so einem Täubchen vor lauter Liebe fast die Luft abgedrückt hat. Ich weiß nur so viel, dass Rainer und Gaby noch viel Freude an ihrer Jenny haben werden, vielleicht noch mehr als mit ihren Tauben, und die machen ihnen wahrlich Freude.

Rainer Schwarte ist als Taubenzüchter ein echter Amateur. Das Brot für sich und seine kleine Familie verdient er als Maurer-Polier. Er geht also Tag für Tag ganz normal zur Arbeit. Taubensport wird heute doch auf manchen Schlägen mit einem unheimlichen Aufwand an Zeit und auch Geld gespielt. Da erhebt sich oft die Frage, ob es richtig ist, dass Normalverbraucher, sprich Amateure, gegen Profis konkurrieren müssen. Manch ein Taubenliebhaber wird dabei den Mut verlieren und aufgeben.

 

Eine weitere Frage ist, wie groß der Taubenbestand eines Normalverbrauchers sein muss, damit man den "Großen" des Taubensports Paroli bieten kann. In diesem Zusammenhang denke ich dann u.a. an Kees Bosua in Dordrecht, der sich mit einem kleinen Bestand zu behaupten weiß. Aber der ist Ganztagstaubenzüchter.

Im Emsland, zu dem Rhede-Brual gehört, wird unser Hobby vielleicht noch nicht so profimäßig betrieben wie in anderen Gegenden, aber auch dort gibt es schon eine ganze Reihe verkappter Profis. Doch Rainer Schwarte ist - wie bereits gesagt - ein waschechter Amateur. Er ist mit großem Engagement dabei und freut sich über die Erfolge, die er mit seinen doch manchmal recht begrenzten Möglichkeiten erzielt.